Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Im Spätsommer 1944 wurde im ehemaligen Zivilarbeiterlager Nr. 43 am südlichen Rande der Stadt nach einigen baulichen Veränderungen als letztes von vier Außenlagern das KZ Salzgitter-Bad eingerichtet. Am 13. September 1944 kam der erste Transport mit ca. 270 Frauen aus dem Konzentrationslager Ravensbrück an. Nach einem weiteren Transport im Oktober betrug die Belegungsstärke etwa 500 weibliche Häftlinge. Die Frauen mussten in der Rüstungsproduktion arbeiten. Untergebracht waren sie in vier Baracken.
77 Jahre später ist das ehemalige Lagergelände ein Parkplatz. Lange erinnerte nur ein Gedenkstein am Rande der Fläche an diesen Ort. In der Führung wird den Strukturen des Lagers nachgegangen und einige Schicksale der dort inhaftierten Frauen ausführlicher vorgestellt.

Treffpunkt: Friedrich-Ebert-Straße (Parkplatz am Ende der Straße), 38259 Salzgitter-Bad
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Um Spenden wird gebeten.

In Kooperation mit dem Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V./
Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte
info@gedenkstaette-salzgitter.de / www.gedenkstaette-salzgitter.de
1514 erreicht Papst Leo X. in Rom ein Geschenk des Königs von Portugal, ein junger weißer Elefant. Ausgehend von diesem Ereignis, das seinerzeit ungeheures Aufsehen erregte, unternimmt Martin Zimmermann seinem Vortrag eine Reise ins Zeitalter der »Entdecker«. Er erzählt von gefährlichen Überfahrten, der Begegnung mit dem Fremden, kolonialer Gewalt, der Macht der Kartografie und der Kirche als aufmerksamen Begleiter, der an Mission, aber auch an den Reichtümern ferner Länder interessiert war. In einem aus heutiger Sicht ungeheuerlichen Vertrag teilten sich Portugal und Spanien im Jahr 1494 gar die Welt untereinander auf, indem sie durch den Atlantik eine Linie vom Nord- zum Südpol ziehen - ein Sinnbild herrscherlicher Hybris, das bis heute nachwirkt.

Prof. Martin Zimmermann lehrt Alte Geschichte an der LMU München. Er ist Sprecher des 53. Historikertages, der vom 05.-08.10.2021 in München stattfindet.

Kurs abgeschlossen Was heißt Provinz - Und gibt es sie noch in Deutschland?

(Sonstige, ab Mo., 4.10., 19.30 Uhr )

Die Provinz hat keinen guten Ruf. Sie gilt als verschlafen, rückständig und piefig. »Provinziell« zu sein, lässt sich daher niemand gerne nachsagen.
Wer hip, modern sein und am Puls der Zeit leben will, muss sich in Berlin oder einer der Metropolen dieser Welt herumtreiben.
Vergessen wird jedoch oft, dass das geistige und kulturelle Leben Deutschlands jahrhundertelang in der Provinz stattfand und bis heute stattfindet - man denke nur an Weimar, Heidelberg, Tübingen oder Marburg.
Eine Metropole gab es lange Zeit nicht. Die Provinz war Ort des Aufbruchs, des intellektuellen und wirtschaftlichen, aber auch des erotischen, wie die französische Literatur des 19. Jahrhunderts belegt.
Von Würzburg über Bochum und Siegen nach Palo Alto: Der Weltbürger Hans Ulrich Gumbrecht hat fast ausschließlich in der Peripherie gelebt. Da, wo sich Hightech-Unternehmen, Forschungsinstitutionen und viele der besten Universitäten der Welt befinden. Das Silicon Valley steht paradigmatisch für diesen Trend. Ist die Provinz vielleicht doch besser als ihr Ruf?

Prof. Hans Ulrich Gumbrecht ist Literaturwissenschaftler an der Universität Stanford

Kurs abgeschlossen Vom Dunkel zum Licht Freimaurer heute

(Kniestedter Herrenhaus, ab Mi., 6.10., 18.30 Uhr )

Seit über 300 Jahren auf dem Weg zur Weltherrschaft - oder doch nicht? Was ist, was will Freimauererei? Ein Gesprächskreis der besonderen Art. Nach dem Motto "Wo Rauch ist, da ist auch Feuer" haben sich auch in unserer anscheinend so aufgeklärten Gesellschaft bis heute viele Vorurteile gegenüber der Freimaurerei gehalten. Was wollen die Männer, die sich zu ihr bekennen? Der Gesprächskreis informiert über Entstehung, Herkunft und Geschichte, philosophische Zusammenhänge und geistige Hintergründe sowie über Ziele und Wertvorstellungen der Freimaurerei in der heutigen Zeit.
Voranmeldung ist zwingend erforderlich.
Die Corona Krise hat uns deutlich vor Augen geführt, dass Pandemien nur global bekämpft werden können. Unabhängig vom Einkommen muss jede/r Zugang zu Medikamenten oder Impfstoffen bekommen. Dies ist aus ethischen Gründen aber auch aus Nützlichkeitsüberlegungen erforderlich. Doch wie kann ein Gesundheitssystem fairer und effizienter gestaltet werden? Durch welche Anreize kann auch die Pharmaindustrie hier einbezogen werden, ohne die die Entwicklung von Medikamenten oder Impfstoffe undenkbar wäre? Diese Fragen diskutieren der Politiker Karl Lauterbach und der Philosoph Thomas Pogge.

Karl Lauterbach ist Mediziner und Gesundheitsökonom. Er ist Mitglied der SPD und seit 2005 Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Von 1992 bis 1993 hatte er ein Fellowship der Harvard Medical School inne. Einer seiner Betreuer war Amartya Sen.

Dr. Thomas Pogge ist Professor für Philosophie und internationale Angelegenheiten (Philosophy and International Affairs) an der Yale University an. Er promovierte an der Harvard University bei John Rawls.

Anmeldung möglich Die Erziehung des Geschmacks. Eine unendliche Geschichte

(Sonstige, ab Do., 21.10., 19.30 Uhr )

Spätestens wenn man bemerkt, wie sehr die sozialen Medien sich zu Paradiesen oder Höllen des Geschmacks entwickelt haben, in denen täglich tausendfach "Followers" ihre "Likes" vergeben oder verweigern, zerstreut sich der Verdacht, die Geschichte des Geschmacks sei beendet oder ein Gegenstand bloß antiquarischen Interesses. Tatsächlich folgen wir, wenn wir uns vom Gefallen oder Missfallen leiten lassen, einer schnellen, instinktartig funktionierenden Steuerung, die alle Operationen der Vernunft unterläuft. Den Sinnen nah, dem Verstand fern, ist der Geschmack ein Schwererziehbarer, um den sich nach den Philosophen des 18. und den Formerziehern des 19. Jahrhunderts zunehmend Marktinstanzen gekümmert haben, deren Wirken neuerdings von Algorithmen und KI unterstützt wird.

Prof. Dr. Ulrich Raulff ist Historiker. Er war Feuilleton-Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Leitender Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung. Von 2004 bis 2018 war Raulff Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Seit Oktober 2018 ist er Präsident des Instituts für Auslandsbeziehungen. Ulrich Raulff wurde vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem Preis der Leipziger Buchmesse.

Anmeldung möglich Aufbrechen und Überleben

(Sonstige, ab Do., 28.10., 19.30 Uhr )

Sie gilt als wichtigste Stimme für Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe in Simbabwe: die Schriftstellerin und Filmemacherin Tsitsi Dangarembga erhält am 24. Oktober den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
Auf ihrer anschließenden Lesereise kommt sie am Donnerstag, 28. Oktober nach Ahaus. Im Mittelpunkt der Veranstaltung in der Stadthalle im Kulturquadrat (Beginn: 19:30 Uhr) stehen ihre beiden Romane "Aufbrechen" (original: "Nervous conditions", 1988) und "Überleben" (original: "This mournable Body", 2018), Teil 1 und 3 einer Trilogie.
Sie erzählen die Geschichte der jungen Shona-Frau Tambu, der nur durch einen Zufall der Weg aus einer Dorfgemeinschaft auf eine Missionsschule und später an die Universität gelingt. Trotz des Bildungsaufstiegs ist der gesamte Lebensweg geprägt durch teils offene, teils unterschwellige Diskriminierung. Tambu pendelt beständig zwischen den Polen Anpassung und Entfremdung. Der Entwicklungsroman macht ein Spannungsfeld erfahrbar, das für alle postkolonialen Gesellschaften typisch ist. Tsitsi Dangarembgas Leben selbst ist eine Biographie, die genau diesen Spannungen ausgesetzt ist. Neben dem Gespräch mit der Autorin werden Auszüge aus beiden Romanen vorgetragen.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Stadt Ahaus, Ev. Christus-Kirchengemeinde Ahaus und aktuelles forum Volkshochschule statt.
Bei Intellektuellen steht der Begriff der Nation unter Generalverdacht. Doch wer sagt denn, dass Nation automatisch ethnische Homogenität und eine "Volksgemeinschaft" bedeutet, die andere ausschließt? Das ist die Sicht von Rechtsextremen, die den aufgegebenen Nationsbegriff inzwischen für sich erobert haben. Doch lässt sich nicht auch eine Form von Nation (wieder)finden, die sich als demokratisch, zivil und divers versteht und sich solidarisch auf die gewaltigen Zukunftsaufgaben einstellen kann? Diese und viele weiteren Fragen diskutieren Aleida Assmann und Herfried Münkler.

Aleida Assmann ist Professorin em. für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (mit Jan Assmann, 2018).

Prof. Herfried Münkler ist Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Politische Theorie und Ideengeschichte. Er lehrte als ordentlicher Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gerda Henkel Stiftung statt.
Wer sich schon mal mit Familienzusammenhängen beschäftigt hat, merkt der Blick in die Vergangenheit ist spannend. Erforschen Sie Ihre Geschichte. In diesem Kurs stelle ich Ihnen Möglichkeiten der Recherche vor und Sie entscheiden Ihren Weg in die Ahnenforschung.
Kursinhalt: Grundbegriffe der Familienforschung, Software und Onlinedienste zur Ahnenforschung, Vorbereitung und Erstellen eines Suchplans, Aufbau und Pflege einer Ahnentafel, Recherche-Quellen im Internet, Namenskunde.
Anforderungen: Sicherer Umgang mit Word und Internet
Zu Gast bei vhs.wissen live sind SZ JournalistInnen die zu aktuellen Themen berichten und mit Ihnen diskutieren.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung statt.

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